Der leichte Nebel steigt auf und zergeht langsam in der nach Laub duftenden Luft. Der Mond sinkt dem Horizont zu, während es auf der anderen Seite morgenfahl wird. Weiße, flockige Wolken schwimmen über den pastellblauen Himmel und begrüßen freundlich die Sonne, die ihre Lebensfreude der Natur schenkt.
Das einsame Meer braust und saust, die Brandung streichelt den öden Strand. Die ersten Gäste aus dem Norden sind schon gekommen.
Im Meeresgarten ist der Maler Herbst mit seiner zaubernden Palette. Die Spuren seiner Moosbabuschen sind noch im Gras erkennbar. Seine Malereien leuchten in allen gelben Nuancen.


Die Büsche sind schon in ihrem brennenden Herbstlaub. Die Blätter der großen und ernsten Bäume flüstern etwas mit dem Wind. Auf dem Gras tanzen ihre leichten Schatten mit hellen Lichtkringeln. Eine silberne Spinnwebe glänzt seidig in der Sonne.


Wenn der sanfte Wind stärker haucht, lösen sich die Blätter und ein Regen aus Gold ergießt sich - die Blätter wirbeln in der Luft und wenn sie die Erde berühren, wird alles so malerisch!

Es ist eine Üppigkeit, die durch ihre leuchtenden Farben - gelb, gold, gelblich rot, tabakbraun, berauscht. Die Luft ist angreifend und den Spaziereden im Meeresgarten so wunderlich zumute.

Es duftet und es raschelt, es fächelt und es säuselt, und der kühle, sanfte Hauch flüstert immer noch mit den Bäumen.
Autorin: Nadezhda Ignatova